Unser Leitbild - in 8 Leitsätzen
(2. Platz des Schülerwettbewerbs zur Leitbildgestaltung, 2012)

Das (komplette) Leitbild des BSZ-Waldkirch

Präambel
Unterrichts-
qualität
Pädagogische Maxime
Professionalität des
Kollegiums
Schul-management
Die Schule und
ihr Umfeld
Schul-
kultur

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Präambel

Wir leben in einer Gesellschaft des permanenten Wandels, der sämtliche Lebensbereiche erfasst und dessen Ausmaß und Geschwindigkeit kontinuierlich zunimmt. Auf dem Sektor der Ökonomie machen sich die Veränderungen dadurch bemerkbar, dass viele Unternehmen unter einem hohen Umstellungs- und Anpassungsdruck stehen: Anforderungsprofile von Arbeitsplätzen werden modifiziert, neue Berufsfelder entstehen, traditionelle Berufe sterben aus. Das hat zur Folge, dass erworbenes Wissen, insbesondere das schulisch vermittelte, laufend ergänzt und erneuert werden muss, um den neuen Qualifikationsanforderungen gerecht zu werden.
In einem solchen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bezugsrahmen steht das Berufliche Schulzentrum Waldkirch (BSZ) vor weitreichenden pädagogischen und bildungspolitischen Herausforderungen. Eine Geisteshaltung, die aufgeschlossen, neugierig und prinzipiell offen für Neues ist, die Bereitschaft zu flexiblem Handeln und ein Veränderungswille, der Innovationen fördert, sind wichtige Voraussetzungen, wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler auf die Dynamik der Berufswelt vorbereiten wollen.
Aus diesem Grund hat das Kollegium des Beruflichen Schulzentrums ein Leitbild entwickelt, das Richtlinien enthält für ein zielbewusstes und abgestimmtes Handeln im schulischen Alltag. Überdies ermöglicht ein solches Leitbild, schulische Aufgaben und Aktivitäten nach außen transparent werden zu lassen. Es beschreibt die Rahmenbedingungen, unter denen die fortschreitende Entwicklung, Sicherung und Förderung der Qualität im beruflichen Schulbetrieb sichergestellt werden soll.

Unsere Vorstellungen drücken sich in fünf Bereichen aus. Diese reflektieren die Qualitätsstandards am Beruflichen Schulzentrum Waldkirch.

 

   

Unterrichtsqualität

Es liegt in unserem Bestreben, jungen Menschen Bildungsinhalte und Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, ihre Persönlichkeit so zu entwickeln, dass sie in der Lage sind, sich in ihrem Berufs- und Privatleben selbstständig und erfolgreich zu behaupten.
Dabei erfolgt die Umsetzung unserer unterrichtlichen Arbeit vor dem Hintergrund eines humanistisch und christlich orientierten Weltbildes einerseits und den bewährten Vorgaben der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik andererseits.
Unterrichten bedeutet für das Kollegium des Beruflichen Schulzentrums in Waldkirch, dass spezifische Formen der Kompetenzvermittlung umgesetzt werden. Hierzu gehören …

  • die Einhaltung professioneller Didaktikkonzepte
  • eine zielgruppenspezifische Unterrichtsgestaltung
  • ein schülerzentriertes Vorgehen
  • ein hohes Maß an Fachkompetenz
  • der Einsatz innovativer Unterrichtsformen
  • die Betonung praxisorientierter Lerninhalte
  • die Schaffung eines Lernklimas, das Akzeptanz und Anerkennung fördert

Eine hohe Unterrichtsqualität erfordert nicht nur gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch motivierte Schülerinnen und Schüler. Damit beides zusammenkommt, wird eine nachhaltige Identifikation aller Beteiligten mit der Schule angestrebt.


 

   

Pädagogische Maximen

Unser pädagogisches Handeln orientiert sich ausschließlich an der Förderung der Schülerinnen und Schüler. Hierzu leiten uns folgende Maximen:

    • Die Lernenden werden unterstützt und ihren Begabungen entsprechend gefördert.
    • Die Lehrkräfte und weitere Mitarbeiter setzen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag einheitlich und konsequent um.
    • Vor dem Hintergrund veränderter beruflicher Anforderungen wird auf die Vermittlung fachlicher, methodischer und sozialer Kompetenzen besonderen Wert gelegt.
    • Im Unterricht wird berücksichtigt, dass der kompetente Umgang mit Sprache eine wichtige berufliche Qualifikation darstellt.
    • Fächerübergreifende Kompetenzen werden bewusst und zielgerichtet gefördert, um die Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler auszubauen.
    • Die Entwicklung zur Eigenverantwortlichkeit und Kritikfähigkeit soll bei den Schülerinnen und Schülern bestmöglich gefördert werden.
    • Das Berufliche Schulzentrum räumt den Lernenden eine angemessene Mitwirkung in der Gestaltung des schulischen Lebens ein.


 

   

Professionalität des Kollegiums

Das Kollegium zeichnet sich nicht nur durch angemessene pädagogische und fachliche Kompetenzen aus, die zielgerichtet und professionell im beruflichen Schulalltag eingesetzt werden, sondern auch durch gelebte Menschlichkeit. Damit dies gelingt, ist ein abgestimmtes Zusammenwirken aller Beschäftigten notwendig.
Die Professionalität der Lehrer drückt sich im Einzelnen dadurch aus, dass …

    • durch stetige Weiterbildung die jeweils aktuellen berufsspezifischen Qualitätsstandards gehalten werden,
    • regelmäßige kollegiale Gesprächskreise oder fallweise kollegiale Supervisionen durchgeführt werden,
    • für die Lösung schulischer Aufgabenstellungen eine kooperative Zusammenarbeit in Teams besteht,
    • das Engagement sich nicht nur auf die Vermittlung der definierten Bildungsziele beschränkt,
    • eine engmaschige Vernetzung mit den Bildungspartnern aus Industrie und Handel besteht, die dem Lehrpersonal zeitgemäße Anforderungsprofile vermitteln,
    • Rahmenbedingungen vorliegen, die dem Kollegium Freiräume für initiatives und eigenverantwortliches Handeln in einem motivierenden Arbeitsklima ermöglichen.


 

   

Schulmanagement

Die Schulleitung entwickelt gemeinsam mit dem Kollegium Ideen und Strategien für eine zukunftsorientierte Schule, die die Bedürfnisse aller am Schulleben Beteiligten in den Blick nimmt. Das erfordert spezifische Formen der Schulorganisation, z. B.:

    • Die Schulleitung ermöglicht, dass Aufgaben und Kompetenzen delegiert werden können.
    • Die organisatorischen Strukturen unterstützen eine kooperative Zusammenarbeit der Lehrkräfte.
    • Der Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler wird durch eine moderne und berufsbezogene Infrastruktur begleitet.
    • Es existieren Mitwirkungsmöglichkeiten auf allen Ebenen.
    • Die von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellten Mittel werden kostenbewusst und effizient eingesetzt.
    • Der Informationsfluss zwischen Schulleitung, Lehrpersonal, Jugendberufshilfe, Verwaltungskräften, Schülern und Eltern sowie Ausbildungsbetrieben erfolgt zeitnah und angemessen, so dass unser Schulleben ein hohes Maß an Transparenz ermöglicht.

 

   

Die Schule und ihr Umfeld

Das Berufliche Schulzentrum Waldkirch versteht sich nicht nur als Bildungseinrichtung, vielmehr auch als Teil des gesellschaftlichen Lebens. Wir sind uns bewusst, dass unsere berufliche Schule für das Kollegium und für viele junge Menschen ein entscheidender Lebensmittelpunkt darstellt. Wir suchen daher nicht nur die Zusammenarbeit mit allen Bildungspartnern, sondern knüpfen auch den Kulturaustausch fördernde Beziehungen und präsentieren uns im kommunalen Umfeld. Hierzu wird der Kontakt mit den Medien gepflegt.
Spezifische Weiterbildungsangebote öffnen die Schule auch für Menschen, die bereits im Berufsleben stehen. Gegebenenfalls wird hierbei mit dem Förderverein kooperiert.
Besondere Bedeutung kommt dem Zusammenwirken mit Eltern, Ausbildungsbetrieben, Organisationen der Berufswelt sowie Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen zu. Darüber hinaus pflegt das Berufliche Schulzentrum eine enge Vernetzung mit der Schulverwaltung, den Hochschulen, dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, den Gebietskörperschaften, der regionalen Wirtschaft und den öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Kirchengemeinden.


 

   

Schulkultur

Kultur ist das, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. Lehrende und Lernende begegnen sich auf den oben skizzierten fünf Feldern in gestaltender Weise. Dieses Zusammenwirken schafft eine spezifische Schulkultur, die das Berufliche Schulzentrum Waldkirch unterscheidbar macht.

Zu unserem Selbstverständnis gehört es, dass …

    • eine Bevorzugung einzelner Bildungsgänge nicht stattfindet; vielmehr betrachten wir alle Schularten als gleichberechtigt,
    • keine Hierarchisierung oder Privilegierung zwischen den allgemeinbildenden und den berufsbezogenen Fächern besteht,
    • gemeinsame Wertehorizonte nicht nur vermittelt werden, sondern auch die konkrete Lebbarkeit gesellschaftlich anerkannter Werte erprobt wird,
    • Hautfarbe, Nationalität, Bekenntnis und Geschlecht für uns ohne Belang sind,
    • der Wille zu einem kooperativen und friedlichen Miteinander sowie der respektvolle Umgang von Lehrenden und Lernenden das Fundament für eine harmonische Schulkultur bilden.

 

Von der GLK verabschiedet am 11.05.2009

Von der Schulkonferenz verabschiedet am 09.02.2011